Kloster Allendorf Kloster Allendorf

Propstei


Wohnhaus der alten Propstei

1295 wird erstmals ein Propst des Klosters zu Allendorf genannt. Als Verwalter des Klosters verfügte er außerhalb der Klostermauern über ein Wohnhaus mit Scheune und Stallungen im Propsteihof.

Nach dem Ende des Bauernkrieges 1525 ließ Kurfürst Johann Friedrich im Zuge der Reformation die Klosterbesitztümer von einem weltlichen Verwalter betreuen. Als Sequester benannte er Adolf von Biedenfeld, der als ehemaliger Propst des Klosters nun zum Interessenvertreter des Kurfürsten wurde und gegen eine Besoldung zum Verweser des Klosters eingesetzt wurde und diese Aufgabe bis 1532 erfüllt.

Von 1609 bis 1802 bewirtschafteten die Herren von Reckrodt das Klostergut zu Allendorf, wozu möglicherweise auch die Propstei gehören dürfte. Quellen des 19. Jahrhunderts belegen, dass einst alle vier Seiten des Geländes

bebaut waren. 1894 befand sich das Gelände in privater Hand der Familie Reif.

Zum Betreiben ihrer Landwirtschaft nutzte sie eine für damalige Verhältnisse große Scheune, deren Beschädigung durch große Wassermassen, die den Frankensteiner Weg heruntertosten, bitter beklagt wurde.

1906 vergrößerte die Familie die Scheune in Richtung Straße und ließ innen einen Rinderstall einbauen. Marode Stallungen auf der gegenüberliegenden Grundstücksseite ließ man abreißen und erbaute 1907 auf dem Gelände ein Wohnhaus für 2 Familien, welches 2005 im Rahmen der Abrissarbeiten auf dem Brauereigelände verschwand.

Bereits 1707 schloss sich ein Teich an die Stallungen außerhalb des Hofes an, der auch 1905 noch vorhanden war.


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